NBA Superstars I: Isiah Thomas
Wenn ein Video über Isiah Thomas mit den Worten seiner Mutter endet, die da sagt “Sohn, ich bin so stolz auf dich”, ist klar, dass das Filmchen schon etwas älter sein muss. Alle in den 80er-Jahren Geborenen werden Thomas nur als Treppenwitz der NBA kennen, als gescheiterten Manager, als König der grotesken Fehlentscheidungen, als an Peinlichkeit nicht mehr zu überbietenden Ex-Star – nächster Stopp Dschungelcamp.
Doch es gab eine Zeit, da war Isiah Thomas einzigartig auf dem Parkett, ein kleinwüchsiger Guard (1,82 Meter), der trotz gehöriger vertikaler Defizite immer wieder zum Korb ging. Einer, der den Ball zwar als Jojo begriff, sein Dribbling allerdings so effizient und kalt einsetzte, dass er jeden Schuss bekam, den er wollte. Sicher, Isiah Thomas galt zu aktiven Zeiten als asozialer Egoist, der über Leichen zur “Larry O’Brien”-Trophy ging, doch der Mann konnte spielen. Punkt.
Eigentlich wäre Thomas wohl auch beim Dream Team 1992 in Barcelona dabei gewesen. Bis heute hält sich indes hartnäckig das Gerücht, dass Michael Jordan seinen Gegner aus den Bad-Boy-Tagen nicht in der Mannschaft haben wollte. Offensichtlich hatte His Airness zum Zeitpunkt der “NBA Superstars I”-Produktion noch nicht soviel zu sagen. Und das ist auch gut so.

